5 Schritte zu mehr Kunden und Aufträgen

Private Konflikte nachhaltig lösen

Immer wieder sehe ich Selbstständige, die „viel tun“ oder „etwas tun“, die aber ihr Business trotzdem nicht so richtig in Fahrt bringen.

In diesem Beitrag möchte ich Dir die fünf wichtigsten Schritte zu mehr Kunden und Aufträgen skizzieren.

Positionierung

Aus meiner Sicht ist das der wichtigste Erfolgsfaktor überhaupt für Selbstständige: Die eigene Positionierung.

Positionierung im Marketingsinne bedeutet, sich mit der Frage zu beschäftigen, für wen (welche Zielgruppe) Dein Angebot überhaupt interessant ist und wie Du es schaffst, für diese Zielgruppe auch attraktiv zu sein.

Zielgruppe:
Das sind Menschen mit einem gleichen Problem das Du lösen oder dem gleichen Wunsch, den Du erfüllen kannst.
Diese Menschen können sich Deine Leistung (Dein Angebot) leisten.

Menschen, die zwar an Deinem Angebot interessiert sind, es sich aber nicht leisten können, sind nicht Deine Zielgruppe (denn warum solltest Du auf ein unattraktives Ziel zielen ? ).


Zielgruppendefinitionen, die sich nur an demografischen Merkmalen orientieren (Alter, Geschlecht…) sind sinnlos für Dich.

Beispiel:

Nehmen wir an Du fertigst hochwertige, handgefertigte Schmuckunikate, die wirklich jedes Herz höher schlagen lassen und die Menschen, die Kunst lieben, den Atem verschlagen.

Da diese Schmuckunikate aufwändig in der Herstellung sind und Unmengen an Zeit verschlingen, bis sie fertig gestellt sind und die benötigten Materialien auch noch eine Menge Geld kosten, kann so ein Unikat nicht billig sein.

Womöglich kostet es einige tausend Euro, wenn Du auch noch etwas daran verdienen möchtest.

Sicherlich gibst Du mir recht, wenn ich behaupte, dass Du Deine Unikate schlecht verkaufen kannst, wenn Du versuchst, sie auf einem Klapptisch vor der Armenküche Deiner Stadt an die Besucher der Armenküche zu verkaufen.

Klar würden sich auch die Besucher der Armenküche über Deine Unikate freuen, aber leider können sie sich diese nicht leisten.

Die Menschen an der kostenlosen Essensausgabe sind offensichtlich nicht Deine Zieglgruppe und Dein Angebot ist für diese Gruppe von Menschen nicht attraktiv.

Bei der Positionierung geht es darum

  • Eine Zielgruppe zu identifizieren, die zu Deinem Angebot passt (im obigen Fall Menschen die Lust haben, Deine Unikate zu kaufen UND sich das auch leisten können)
  • Dich auf den Marktplätzen zu zeigen, auf denen Deine Zielgruppe Dich sehen kann (im obigen Beispiel vielleicht auf Kunstmärkten, im anspruchsvoll gestalteten Onlineshop oder im wertigen Ladengeschäft)
  • Dein Angebot so zu präsentieren, dass Deine Zielgruppe Lust hat, es zu kaufen (im obigen Beispiel also nicht auf nem Klapptisch vor der Armenküche…)
  • Dein Image für Deine Zielgruppe dauerhaft zu pflegen

Der Prozess der Positionierung muss vor der Erstellung von Websites, Flyern, Elevatorpitches und so weiter geschehen; er ist die Grundlage Deines Business.

Hüte Dich vor der „Nischen-Lüge“

Immer wieder ist zu lesen und zu hören, dass man nur in einer „Nische“ erfolgreich sein kann, in der bisher noch keiner ist.

Ich halte das für eine Lüge: Ja, eine Nische ist hilfreich, aber wichtiger ist es, dass Du bei dem, was Du tust, für Deine Zielgruppe attraktiver bist, als andere.

Das kann Dir in einer „Nische“ gelingen und in einem Massengeschäft.

Budgetierung

Alle Maßnahmen, die dazu dienen, Dein Geschäft voran zu bringen, kosten etwas; Mal ist es Geld, mal ist es Zeit und mal ist es Kreativität.

Welchen Mix Du investieren kannst, ist sehr individuell: Eine hat viel Geld, ein anderer hat viel Zeit, ein weiterer hat Freunde, die helfen…

Du kannst es drehen und wenden, wie Du willst: Du musst etwas investieren und das „Gut“ muss vorhanden sein, wenn Du startest.

Als „Coach“ einfach die Tür aufschließen und ein Büro zu haben reicht nicht aus.

Du brauchst ein Budget an Zeit, Geld & Energie, um Dein Business voranzutreiben.

Wenn Du das nicht besitzt (das Geld kann auch geliehen sein), kannst Du nicht starten – es ist einfach so.

Website – SEO optimiert

Ich weiß… es gibt Social-Media-Gurus, die der Meinung sind, man brauche keine eigene Website.

Ich halte das für eine sehr gefährliche Strategie, weil Deine Darstellungsmöglichkeit am Tropf der Attraktivität der Social-Media-Plattform(en) hängt, auf der / denen Du Dich tummelst.

Das hast Du nicht in der Hand.

Deine eigene Website attraktiv zu gestalten, liegt sehr wohl in Deiner Hand.

Ebenso, ob diese in Suchmaschinen von Deiner Zielgruppe gefunden werden kann.

Dafür ist der SEO-Anteil auf Deiner Website zuständig, also die „Suchmaschinenoptimierung„.

Diesem Aspekt widmen die meisten Selbstständigen mit eigener Website viel (viel, viel, viel, viel…) zu wenig Aufmerksamkeit.

Dabei ist das ein Teil, den man mit etwas Begleitung alleine durch den Einsatz von Zeit sehr gut selbst optimieren kann.

Eine Website, die nicht zielgruppenorientiert SEO-optimiert ist und von Suchenden nicht gefunden wird, ist eine wertlose Website.

Jeder Cent, den Du dafür investiert hast, ist vergeudet.

Deine Website muss

  • Zu Deiner Persönlichkeit passen
  • Für Deine Zielgruppe attraktiv sein
  • SEO-optimiert sein
  • Verkaufsstarke Texte besitzen
  • „Call to Action Elemente“ besitzen (also Kauf- oder Aktivitätsaufforderungen wie „schreib mir“, „ruf mich an“ und dergleichen)

Onlinemarketing

Unter Onlinemarketing verstehe ich alle Aktivitäten, die dazu beitragen, dass Dein Business online sichtbar ist.

Der Mix aus sinnvollen Möglichkeiten hängt von Deinem Business und Deinem Möglichkeiten ab. Er muss sehr genau identifiziert und geplant werden.

Mögliche Onlinemarketingaktivitäten / Maßnahmen sind:

  • Deine Website (siehe oben)
  • Deine Aktivitäten in Social Media (die immer wieder zu Deiner Website führen müssen)
  • Das Schalten von Onlinewerbeanzeigen z.B. bei Suchmaschinen wie Google, Bing, Pinterest
  • Das Schalten von Onlineanzeigen bei Onlineportalen und Zeitungen
  • Bloggen (auf Deiner eigenen Website)
  • Bloggen und kommentieren in fremden Foren (immer mit Link auf Deine Website)

Das Gute am Onlinemarketing ist, dass es vieles „kostenlos“ im Sinne von Geldaufwand gibt.

Für einiges wirst Du aber um den Einsatz von Geld nicht herumkommen. Der Mix macht´s

Netzwerken

Netzwerken – also das Treffen und Austauschen mit anderen Menschen hat im wesentlichen zwei Nutzen für Dein Business (vom persönlichen Nutzen will ich hier nicht schreiben).

  • Du bekommst Kontakt zu Deiner Zielgruppe (die Du hoffentlich aus Deiner Positionierung kennst)
  • Du bekommst Kontakt zu Promotoren / Menschen, die Dir helfen, Kontakt zu Deiner Zielgruppe zu knüpfen

Beim Netzwerken gilt: Nicht viel hilft, sondern das Richtige hilft.

Ein Onlineshop für Möbel braucht sicher kein persönliches Networking für den Absatz seiner Möbel (denn es ist ja ein Onlineshop), aber vielleicht braucht die Inhaberin das Netzwerken, um an neue Produkte oder Investoren zu kommen.

Einem Burnoutberater hilft es hingegen sicherlich, wenn er sich in Netzwerken tummelt, in dem sich viele Sozialarbeiter, Erzieher und Krankenschwestern aufhalten, denn die sind besonders burnoutgefährdet und buchen eher jemanden, den sie persönlich kennen.

Netzwerken kannst Du online und offline.

Was für Dich der richtige Mix ist, hängt von Deinen Zielen des Netzwerkens und von Deinen persönlichen Präferenzen ab.

Ich möchte Dich im Bezug auf Netzwerken zu zwei Dingen animieren:

  • Netzwerke gezielt – also so, dass es Dein Business weiter bringt
  • Netzwerke mit den richtigen Leuten und nicht „einfach drauf los“

Reichen diese 5 Tipps, um erfolgreich selbstständig zu sein ?

Ich sag´s mal so: Wenn Du dies Tipps, die ich hier hinerlassen habe, in einer hohen Qualität ausführst und dran bleibst, steigt Deine Chance, damit erfolgreich zu sein exorbitant an. Ob Du damit sicher erfolgreich sein wirst, kann ich Dir nicht versprechen.

Versprechen kann ich Dir aber, dass Du keinesfalls erfolgreich sein wirst, wenn Du diese Hinweise außer Acht lässt; die einzige Ausnahme ist, dass Du wahnsinniges Glück hast !

Aber wer will sich schon alleine aufs Glück verlassen (ich jedenfalls nicht).

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