MIt Denk- und Sprachhygiene besser durchs Leben kommen

Du bist was du denkst

Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte.

Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen.

Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.

Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.

Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.

Aus dem Talmud

Es heißt, man sei dort, wo seine Gedanken sind.

Deshalb ist es wichtig, dass Deine Gedanken dort sind, wo Du sein willst

Viele Menschen verderben sich die Chance dort zu sein, weo sie sein wollen, weil sie ihre Worte nicht bewusst wählen.

Hierbei meine ich vor allem diejenigen Worte, die sie über sich selbst aussprechen.

Im Mentalcoaching gilt der Grundsatz, dass es egal ist, ob die Worte, die an Dich gerichtet werden von außen an Dich heran kommen, oder von innen (Selbstgespräche). Die Wirkung ist die selbe.

Nur ein Handwerk wie jedes andere

Gestern sprach ich auf einem Kunsthandwerkermarkt mit einer Silberschmiedin.Ihre Schmuckstücke gefielen mir ausgesprochen gut. Ich sagte ihr, dass mit ihre Arbeiten ausgesprochen gut gefielen und sie antwortete: "Das ist nur ein Handwerk wie jedes andere..."

Padang  !!!! Ich war schockiert. Abgesehen davon, dass die Aussage der Künstlerin aus verkäuferischer Sicht sehr ungeschickt war, lässt sie doch tief in das Selbstkonzept der Silberschmiedin blicken:

Ganz offenslichtlich hat sie Schwierigkeiten damit, eine Anerkennung auf sich zu übertragen.

Dieses Muster hat sie ganz sicher schon früh in ihrem Leben gelernt und es hat sich bis heute bei ihr nur verfestigt, sondern sie nutzt auch jede Gelegenheit, um das Bild, das sie von sich hat zu verteidigen ("Ich bin nichts besonderes", "Ist ja nur bearbeitetes Silber", "Ich bin nur eine kleine Silberschmiedin"....).

Selbstkonzepte entstehen durch Wort- und Denkmuster

Solche Selbstkonzepte entstehen durch "Gehirnwäsche" aus Sprache und Behandlung.

Im Sport und im Mentalcoaching macht man sich die Tatsache, dass Worte wirken zunutze, um die Leistung zu steigern und Ziele besser zu erreichen.

Aus Kriegszeiten kennt man die "Gehirnwäsche" um Menschen bösartig zu manipulieren.

Wir können es drehen und wenden, wie wir wollen: Worte und Gedanken wirken. Je häufiger wir bestimmte Worte und Gedanken empfangen und verwenden, desto fester setzen sie sich in unserem Kopf fest und werden mehr und mehr zur Wirklichkeit.

Menschen mit einem geringschätzenden Selbstkonzept haben als Kind sicher oft Worte gehört wie:

  • - Du kannst das nicht
  • - Das ist doch nichts besonderes
  • - Lass das mal lieber Leute machen, die das besser können als du
  • - Sei lieber ruhig
  • ......

Diese Aussagen über sich selbst führten dann zu dem Bild, das sie als Erwachsene von sich haben.

Gelernte Muster können wir durch andere Muster ersetzen

So blöde wie das ist, wenn sich niedrige Selbstkonzepte erst  einmal festgesetzt haben, so viel Chancen stecken aber auch in dem Mechanismus, der zu dem Selbstbild geführt hat.

Wenn die Programmierung unseres Selbst durch Worte und Gedanken in die eine Richtung funktioniert hat, dann funktioniert sie auch in die andere Richtung; dieses mal aber in die, die besser für uns ist.

Der Schlüssel dazu heißt: "Denk- und Sprachhygiene"

Wir sorgen also dafür, dass sich die Bakterien der selbstschädigenden Denk- und Sprachmuster nicht immer weiter vermehren, sondern wir rotten sie aus und ersetzen sie durch eine hygienisch saubere Fläche, in der wir neue, hilfreichere Bakterien züchten können, die besser für uns sind.

Schritt 1:

Erkenne Deine abwertenden Gedanken und Selbstgespräche.

Was denkst Du über Dich und sagst Du über Dich ?

  • - Ich bin doch nur ... (streiche "nur")
  • - Ich kann das nicht (ersetze durch "ich schaue, wie ich es machen kann")
  • - Ach ich Blödi (ersetze durch "Ups, Fehler gemacht, ich habe wieder was gelernt und reagiere das nächste Mal besser...")
  • ...

Schritt 2:

Sage Dir: Das ist falsch, das stimmt so nicht.

Das Wort "Stop" sollte Dein täglicher Begleiter für selbstabwertene Gedanken werden.

Schritt 3:

Sage Dir, wie es wirklich ist.

Erlaube Dir dazu zu stehen, dass Du etwas gut kannst. Du kannst Dir den Tag versauen, wenn Du Dich immer mit den Großmeistern eines Metiers vergleichst.Ist das wirklich nötig ? Reicht es nicht aus, einfach gut zu sein ? Ist es nicht eine schöne Lebenskunst "normal" durchs Leben zu gehen ?

Wie bist Du eigentlich dorthin gekommen, wo Du heute stehst ? Indem Du nichts, aber auch gar nichts kannst ?

Ich glaube das nicht....

Schritt 4:

Übe Dich bewusst in der Anwendung neuer Denk- und Sprachmuster.

Nimm Dir am Tag immer wieder mal Zeit, um bewusst auf die Suche nach selbstschädigenden Denk- und Sprachmustern zu gehen und suche nach besseren Alternativen.

Schritt 5:

Übe das immer und immer wieder.

Das bleibt ein lebenslanger Prozess.

Ich bin sicher, wenn Du das konsequent übst, sind Deine Gedanken schon bald dort, wo Du sein möchtest und Du kommst hinterher.

Ich wünsche Dir dort viel Spaß und Lebenserfolg.

 

 

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