Das Leben ist wie eine Klettertour über das Felsenmeer

Auf dem Weg zum Ziel gehören Aufs, Abs, Irrwege und Rückschritte einfach dazu ....

Entscheidend ist, wie Du damit umgehst....

Letzte Woche war ich mit meiner besseren Hälfte am Felsenmeer bei Bensheim im Odenwald unterwegs.

Beim Aufstieg über die Felsen, die aussehen, als seien sie von Riesenhänden mit Säcken ausgeschüttet worden, kam ihr eine Idee, die wir dann zusammen weiter gesponnen haben.

Der Weg vonm Fuße bis zum Gipfel des Felsenmeeres ist steil und geht über die seit Millionen von Jahren  wild herum liegenden Gesteinsbrocken.

Auf dem Weg zum Ziel (dem Gipfel) gibt es unendlich viele Möglichkeiten: Ab durch die Mitte, am Rand entlang, im Zick-Zack u.s.w. .

Die Treppe nach oben führt über die zufällig angeordneten, natürlichen Stufen - egal, wie man sie nimmt.

Je nachdem welchen Weg man gewählt hat - also wo man begonnen hat, begegnen einem unterwegs unterschiedliche Hürden, die es zu überwinden und zu meistern gilt:

  • - Plötzlich ist der Abstand zwischen 2 Felsbrocken zu groß, um ihn mit seinen eigenen Beinen zu nehmen,
  • - Mal wackelt ein Felsbrocken so sehr, dass man darauf keinen Halt findet,
  • - An einer anderen Stelle steht man plötzlich vor einem so hohen Felsbrocken, dass man ihn nicht erklettern und darüber laufen kann,
  • - Der geplante Weg ist auf komplexe Art versperrt - man muss einige Meter zurück gehen und einen anderen Weg suchen,
  • - u.s.w.

Wenn man also zum Gipfel möchte, muss man manchmal

  • - Einen oder mehrere Schritte zurück gehen und sich einen neuen Weg suchen,
  • - Etwas zum Stabilsieren des Standpunktes organisieren,
  • - Einen anderen Felsbrocken zur Erhöhung des eigenen Standpunktes bewegen oder einen Weg seitlich des Felsbrockens gehen, um weiter zu kommen,
  • - u.s.w.

Eigentlich ist es wie im richtigen Leben:

Wir haben eine Idee, wohin wir wollen und wir haben einen Plan, um dorthin zu gelangen.

Unterwegs kommen dann plötzlich Hürden, die wir nicht im Blick hatten:

  • - Ein Mitstreiter steigt unvorhergesehen aus,
  • - Die weltpolitische Lage hat sich verändert,
  • - Wir brechen uns ein Bein (oder Schlimmeres)
  • .- ..

Der, der sein Ziel im Leben erreicht unterscheidet sich von dem, der scheitert u.a. dadurch, dass der erste in der Lage ist, sein Ziel im Auge zu behalten und unter den gegebenen Umständen auf einem anderen Weg sein Ziel zu verfolgen.

Wenn Plan A nicht funktioniert - kein Problem: Das Alphapet hat noch 26 weitere Buchstaben....

Der Scheiternde verfällt vielleicht ins selbtmitleidiges Gejammer, nach dem Motto: "Oh weh - warum muss sich gerade jetzt die weltpolitische Lage ändern, wo ich so treu meinem Plan gefolgt bin ... ? "

Das Erfolgsrezept liegt in der Bewertung einer Situation durch den, der sie erlebt:

Der eine sieht eine unüberwindliche Hürde, der andere eine Herausforderung oder Chance, einen neuen Weg einzuschlagen.

Wir jedenfalls kamen am Ziel des Felsenmeeres an. Während ich den komfortablen Weg nach oben nahm und in Ruhe fotografierte turnte meine bessere Hälfte spielerisch über die Felsbrocken: Mal hüpfend, mal zurück- und wieder nach vorne gehend, mal im Zick-Zack u.s.w.

Am Ende der Tour wartete das kühle Radler auf uns und wir genossen unseren kleinen Sieg über den Weg, den wir gegangen waren.

Also, wie im richtigen Leben - viele Wege führen zum Ziel

und:

Wenn der Tag nicht Dein Freund war, so war er vielleicht Dein Lehrer (für die Wege, die noch vor Dir liegen).

 

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